Evangelische Grundschule Eisenach Evangelische Grundschule Eisenach
Die Evangelische Grundschule Eisenach in Trägerschaft der Evangelischen Schulstiftung in Mitteldeutschland
Home / Aktuelles / 2013
Home
Aktuelles
2014
2013
2012
2011
2010
2009
2008
Kalender & Termine
Konzept
Eltern ABC
Projekte
Unterricht
Stammgruppen
Förderverein
Kontakt
Speiseplan
helfende Hände
Anmeldung
Stellenbörse
Downloads
Aktuelle Infos:

Tag der offenen Tür
Pädagogischer Tag 16.11.13
Vielfalt wertschätzen

 
Pädagogischer Tag – Inklusion
 
Wenn ich könnte, wie ich wollte, würde ich wollen, dass alle können, was sie wollen.
 
Wer beurteilt, wer die richtigen/die besseren Menschen sind:
die Starken, die Schwachen, die Guten und die Schlechten.
 
Der Tag mit dem Thema „Inklusion“ in unserer Schule war ein von vielen herbeigewünschter Tag, um die Aufgabe Inklusion zu analysieren, zu besprechen und wegweisende Ziele zu erörtern. So fanden sich im Atrium der Schule interessierte Eltern und Pädagogen ein, um unter der Anleitung von Frau Dr. Leewe das Thema zu begreifen.
Beim „Blick über den Zaun“ im vergangenen Schuljahr wurde mir deutlich, wie im Besonderen bereits in den alten Bundesländern seit Jahren das Thema Inklusion/Integration gelebt und verstanden wird. In enger Zusammenarbeit mit Schülervertretern, Fördervereinen, dem Kollegien und anderen wird die Inklusion gelebt. Dabei geht es nicht nur um Schüler mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen sondern auch um Schüler mit Migrationshintergrund, etc.
So ist wieder einmal mehr die evangelische Grundschule Vorreiter in Eisenach Inklusion zu erleben bzw. zu leben. Die Sonderpädagogen und Pädagogen organisierten das Programm. So wurden nach der Eröffnung durch die Schulleiterin Frau Güldenpfennig verschiedene Filmausschnitte des Filmes „Berg Fidel – Eine Schule für alle“ gezeigt, um die Interessierten auf das Thema vorzubereiten.
Schnell wurde deutlich, wie unkompliziert die Schüler den Schullalltag leben, ohne diesen meistern zu müssen. Wie normal ist normal und wo fängt Inklusion an bzw. wo sind die Grenzen der Inklusion und wie stelle ich mir Inklusion an unserer Schule zukünftig vor? Fragen, welche in verschiedenen Gruppengesprächen diskutiert bzw. erarbeitet wurden.
So erlebte ich die Gruppenarbeit in der in kurzer Zeit Fremde und Bekannte, Pädagogen und Eltern in verschiedener Zusammensetzung zusammenkamen mit unterschiedlichem Wissensstand zu den einzelnen Fragen. So verstand ich einmal mehr die Projektarbeiten unserer Kinder im Schullalltag zu verstehen und sah mich plötzlich in der Rolle, aufeinander zugehen zu müssen, um ein Thema zu erarbeiten mit Menschen mit unterschiedlichen Voraussetzungen.
Eine tolle Erfahrung, die zeigt, wo Inklusion beginnen kann. Nur wo sind die Grenzen?
Nach einer kurzen Kaffeepause, ausgestaltet durch die Eltern der Stammgruppe Igel, wurden die Gruppengespräche ausgewertet und unter Anleitung von Frau Grooß - Steinig und Frau Rehle beantwortet.
 
 
Aus meiner Sicht fängt die Inklusion bei den Eltern an. Die Eltern, die verstehen müssen, dass geistig, körperlich Eingeschränkte mit Verhaltensauffälligen und Hochbegabten arbeiten sollen und welche Herausforderung dies auch für die Pädagogen bedeutet, jeden Schüler „abzuholen“, wo dieser vom Leistungsstand her steht. Dies kann sicher nicht abschließend beantwortet werden.
Meinen Respekt und meine Anerkennung gilt denen, die sich dieser Herausforderung stellen und den kritischen Fragen und der Kritik der Eltern annehmen. Wir haben „das Boot in das Wasser gesetzt“ und sind eingestiegen mit einem Ziel vor Augen. Welchen Schwierigkeiten wir auf dem Weg zum Ziel dabei ausgeliefert werden, ist uns heute noch nicht bekannt.
So ist es ein gemeinsamer Wunsch aller Beteiligten, gemeinsam nach vorn „zu rudern“ und sich immer wieder klar zu werden, wo stehen wir gerade und was müssen wir tun, um vielleicht auch ein Stück schneller voranzukommen.
So bot der pädagogische Tag zudem einen Einblick in die Arbeit der Schule, im Umgang mit den Kindern, die schon inkludiert sind. Beim abschließenden Mittagessen, vorbereitet durch die „Küchenfeen“ kam es zum Austausch über Erfahrungswerte bzw. Ideen. So hörte ich von einem der Eltern: „Wenn ich in der Schule bin, dann muss ich schon nach den inkludierten Kindern fragen, um sie zu erkennen.“ Ich glaube, besser können wir die Arbeit der Schule, im Besonderen im Hinblick auf Inklusion nicht beschreiben.
In der gemeinsamen Elternsprechersitzung vom 18.09.2013 wurde die Idee ins Leben gerufen, zukünftig einen „runden Tisch“/Gesprächskreis ins Leben zu rufen, um Betroffene, Verantwortliche, Ratsuchende zusammen zu führen. So sollen Referenten und Fachleute zukünftig in regelmäßigen Abständen zusammenfinden, um sich über das Thema auszutauschen.
Auch ich hatte die Möglichkeit, ein paar Worte an die Teilnehmer des pädagogischen Tages zu richten, um über die Wahrnehmung der Eltern bzw. Klassenelternsprecher zu berichten. Schnell wurde dabei klar, dass Inklusion uns alle angeht und dass der vorgegebene Zeitrahmen nicht ausreichte, was möglich bzw. notwendig ist.
 
So bitte ich Sie mitzuhelfen, Inklusion zu leben,
die Pädagogen bei Ihrer Arbeit zu unterstützen
und somit dazu beizutragen, dass alle unserer Schützlinge Freude am Lernen haben.
 
Ein herzliches Dankeschön an alle Kuchenbäcker, Tischdienste, Kaffee-Kocher, Wegräumer, Suppenvorbereitenden und helfenden Hände. Ahoi, und volle Kraft voraus
 
Torsten Fischer
Schulelternsprecher

Zurück


 © Evangelische Grundschule Eisenach in Trägerschaft der Evangelischen Schulstiftung in Mitteldeutschland 2002 - 2018 | Impressum | Datenschutz